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Der Verlaufsbericht Ihrer Patientin oder Ihres Patienten

Sie halten einen PDF-Export der App depressionapp in der Hand oder haben einen Link dazu erhalten. Hier steht, was darin enthalten ist und wie Sie ihn einordnen können.

Kurz gesagt: Die App ist ein Selbsthilfe-Werkzeug für akute Belastungsmomente (Panik, Angst, Unruhe, Grübeln, Suchtdruck, Einsamkeit, depressive Tiefs). Der Export ist eine Selbstdokumentation der Person. Er ist kein Befund und keine Diagnose.

Was die App tut

In einer belastenden Situation wählt die Person, was gerade los ist, nennt einen möglichen Auslöser, schätzt die Schwere (1 bis 10) und die Folgen. Die App schlägt kurze, erprobte Schritte vor, zum Beispiel Atemübungen, Erdung, Bewegung oder Ablenkung, und bei Suchtdruck zusätzlich eine Übersicht über die Folgen der Substanz. Die Person bewertet danach mit 1 bis 5 Sternen, wie gut es geholfen hat. Bei Hinweisen auf Suizidgedanken zeigt die App sofort Hilfenummern und macht keine inhaltlichen Vorschläge.

Was im PDF steht

Abschnitt Inhalt
Überblick Zahl der Fälle im Zeitraum, mittlere Schwere, häufigste Probleme, Auslöser und Folgen, Verteilung nach Tageszeit.
Was wirkt Schritte mit der besten und der schlechtesten Bewertung (Ø Sterne), Auslöser und was dabei half.
Einzelne Fälle Zeitpunkt, Problem, Auslöser, Schwere, Folgen, Bezeichnung des Ortes (zum Beispiel „Zuhause“), vorgeschlagene und aussortierte Schritte, gewählter Schritt, Ergebnis und Sterne.
Optional Kurze KI-Einordnung am Ende eines Falls. Erzählter Freitext, nur wenn die Person das wünscht, automatisch anonymisiert.

Wie Sie die Angaben einordnen können

  • Alle Angaben sind Selbstauskünfte in der akuten Situation. Sie zeigen Muster, keine Messwerte.
  • Die Schwere-Skala ist subjektiv (1 = kaum belastet, 10 = kaum auszuhalten). Vergleichen Sie Verläufe derselben Person, nicht Personen untereinander.
  • Sterne beschreiben, wie hilfreich ein Schritt in diesem Moment war. Sie sind ein Gesprächsanlass, etwa „Was hat bei Streit mit der Familie geholfen?“.
  • Texte mit dem Vermerk „KI“ sind Anregungen eines Sprachmodells. Sie sind weder diagnostisch noch therapeutisch geprüft.
  • Der Vermerk „Hilfe-Hinweis angezeigt“ bedeutet, dass die App Hilfenummern eingeblendet hat. Er ersetzt keine Risikoeinschätzung.

Datenschutz in Kürze

Die Person entscheidet selbst, ob und mit wem sie den Bericht teilt. Der Bericht wird auf ihrem Gerät erzeugt. Die Daten in der App sind Ende-zu-Ende verschlüsselt, der Betreiber kann sie nicht lesen und erhält keine Kopie des Berichts. Der PDF-Export enthält Gesundheitsdaten (Art. 9 DSGVO). Bitte speichern Sie ihn nur dort, wo Ihre Schweigepflicht und Ihre Datenschutzvorgaben das erlauben. Mehr dazu in der Datenschutzerklärung.

Grenzen

Die App ersetzt keine Diagnose, Therapie oder ärztliche Behandlung. In akuten Krisen: Telefonseelsorge 0800 111 0 111 (kostenlos, rund um die Uhr), Notruf 112.

Fragen und Rückmeldung

Rückfragen und Anregungen aus der Praxis gern an hello@depressionapp.de.